Was ist Xerovent?

Xerovent kontrolliert Feuchtigkeit und Temperatur in Ihren Innenräumen. Sie bestimmen den gewünschten Temperatur- und Feuchtigkeits-Bereich; Xerovent sorgt für das ideale Klima, welches Feuchteschäden vermeidet. Zwei Sensoren reichen: einer innen, einer aussen. Schon berechnet Xerovent, wie nützlich oder schädlich ein bestimmtes Lüftungsverfahren ist.

Die Jahreszeiten und der Tagesverlauf fliessen in die Steuerung mit ein. So braucht Xerovent dank gezielter Messungen und ausgereifter Steuerungstechnik viel weniger Energie als herkömmliche Methoden. Das freut die Umwelt und schont Ihr Budget.

Das Verfahren hinter Xerovent ist als europäisches Patent erteilt (EP 4 425 063 B1). Geschützt ist der Kern der Steuerung: Sie berechnet für jedes verfügbare Lüftungsverfahren, wie stark es das Raumklima in Richtung Zielklima bewegt – und lüftet nur dann, wenn es sich lohnt. Die vollständige Patentschrift finden Sie hier als PDF.

Wo setzen Sie Xerovent ein?

Kellerräume

Xerovent verhindert Mief, Rost sowie Schimmel an Wänden, Textilien oder Leder. Es sorgt dafür, dass Mehl, Salz oder Waschmittel nicht verklumpen.

Campingwagen und Mobilehomes

Xerovent verhindert angelaufene Scheiben und garantiert frische Luft, ohne Ihr Fahrzeug auszukühlen. Es verhindert, dass der Innenausbau verrottet, der klassische Tod eines Campers.

Lagerräume von Museen, Archiven oder Depots

Für Museumsdepots empfiehlt ICOM Schweiz einen erweiterten Klimakorridor: 40–60 % relative Feuchte und 16–25 °C, wobei Schwankungen langsam ablaufen sollen – maximal 10 % rF und 4 K innerhalb von 24 Stunden. Genau dieses Denken in Korridoren statt Fixpunkten ist das Grundprinzip von Xerovent: Sie definieren den zulässigen Klimabereich, die Steuerung hält ihn mit dem jeweils energieeffizientesten Mittel – zuerst mit Aussenluft, erst wenn nötig mit Entfeuchter oder Heizung. Diese Geräte laufen dadurch nur so oft und so stark, wie unbedingt erforderlich.

Xerovent lüftet, statt nur umzuwälzen: Frische Aussenluft führt Schadstoffe und Modergeruch ab und reduziert die Radonbelastung – bei reinen Entfeuchtern bleibt beides im Raum. Und weil die Steuerung Wasser- und Energiemengen laufend erfasst, können Sie die Klimaführung jederzeit belegen: gegenüber Leihgebern, Versicherungen oder der Trägerschaft.

Jedes Depot ist anders – Bausubstanz, Sammlungsgut und konservatorische Vorgaben bestimmen die Auslegung. Wir erarbeiten die Klimastrategie gemeinsam mit Ihren Konservatorinnen und Konservatoren.

Xerovent für jedes Budget

Xerovent ist modular aufgebaut, je nach Budget und Anforderungen lässt es sich unterschiedlich aufwändig umsetzen:

Xerovent light

Die einfachste Version kommt ohne Lüftungsgerät aus: Ein Fenstermotor oder eine Zuluftklappe genügt – noch besser sind je zwei für Durchzug. Oft sind motorisierte Fenster bereits vorhanden, etwa für den sommerlichen Wärmeschutz; dann fällt kaum Zusatzaufwand an. Einmal geöffnet, verbraucht diese Lüftung keinen Strom. Sind die Bedingungen ungünstig, bleiben Fenster und Klappen einfach zu. Die Grenze dieser Ausführung: Ohne Wärmetauscher lüftet sie nur, wenn das Wetter mitspielt – bei längeren ungünstigen Perioden findet entsprechend weniger Luftaustausch statt.

Xerovent Standard

In der meistgewählten Ausführung steht ein Lüftungsgerät mit Wärmetauscher und Beipass zur Verfügung. Diese Geräte sind unter dem Kürzel KWL (Komfort-Wohnungslüftung) weit verbreitet. Xerovent steuert hier die Umschaltung von Beipass auf Wärmetauscher und die Drehzahl der Ventilatoren. Diese Ausbaustufe deckt die meisten Fälle ab. An ihre Grenzen kommt diese Ausbaustufe erst bei besonderen Anforderungen – etwa wenn der Raum im Hochsommer kühl bleiben oder im Winter beheizt werden soll.

Xerovent Standard+

Am besten kombinieren Sie ein KWL-Gerät mit Klappen. So schaltet Xerovent bei ungünstigem Wetter die Lüftung aus. Die Klappen verhindern, dass über die Lüftungsrohre Luft in den Raum gelangt. Ob sich Klappen lohnen, hängt vom Standort ab: Je windexponierter, desto mehr unerwünschte Luft strömt bei stehender Anlage durch die Rohre. Teils sind Absperrklappen ohnehin vorgeschrieben.

Xerovent pro

Voll ausgebaut steht ein Gerät mit variabler Feuchte-Rückgewinnung zur Verfügung, etwa ein Rotations-Wärmetauscher. Xerovent schaltet hier zwischen Beipass, Wärmetauscher und Enthalpie-Wärmetauscher um; gleichzeitig steuert er die Luftmenge. Der Enthalpie-Modus verhindert im Winter bei beheizten Räumen eine zu trockene Luft. Im Sommer vermindert er das Eindringen von Feuchte, wenn Sie aus Gründen der Luftqualität lüften möchten.

Unsicher, welche Ausbaustufe zu Ihrem Raum passt? Wir beraten Sie unverbindlich.

Optionale, aber sinnvolle Sensoren

Für Xerovent reichen zwei Feuchte- und Temperatursensoren: aussen und im Raum. Das Zuluftklima wird daraus berechnet – über den Wirkungsgrad des Wärmetauschers. Dieser ist jedoch nicht konstant, sondern hängt von der Drehzahl der Ventilatoren ab, und bei Kondensation im Tauscher weicht er zusätzlich ab. Ein dritter Sensor in der Zuluft misst statt zu schätzen: Die Regelung arbeitet damit präziser.

Zwei zusätzliche einfache Temperatursensoren an den jeweils kältesten Stellen im Sommer und Winter erfassen die Oberflächenfeuchte. So kann punktgenau ein Schimmel begünstigendes Klima vermieden werden, ohne auf Vorrat zu heizen oder Entfeuchten.

Bestandteile von Xerovent

Steuereinheit mit Xerovent-Logik und Sensoreingängen

  • Zum Anschluss von analogen oder digitalen Sensoren
  • Modbus-Schnittstelle zur Kommunikation mit Lüftungsgeräten und Sensoren
  • Relaisausgänge 230 V zum Anschluss beispielsweise eines Entfeuchters
  • Ausgänge vom Typ PWM oder 0-10 V
    zum Anschluss beispielsweise eines Drehzahleingangs einer Lüftungsanlage
  • verschiedene SPS einsetzbar
    Xerovent funktioniert mit Steuerungen aller bekannten Hersteller
  • unsere Empfehlung: UVR 610 MODB von TA
    TA ist ein Österreichischer Hersteller von Steuerungen für Hausautomation. Wenn kein bestimmter Hersteller gefordert ist, empfehlen wir TA.

Bedien- und Rechnereinheit mit Touch-Display und integriertem Raumsensor

  • bequemes Touch-Display
  • Anzeige von Sensorwerten
  • Eingeben von Sollwerten

Lüftungsgerät mit Wärmetauscher und Beipassklappe

  • saugt feuchte, aber warme Luft ab …
    … und bläst sie durch einen Wärmetauscher ins Freie
  • saugt frische, trockene Aussenluft an …
    … und verteilt sie im Raum
  • kaum Wärmeverlust
    Im Winter wärmt die Abluft die Aussenluft auf. Die Zuluft strömt fast mit der gleichen Temperatur in den Raum wie die Abluft hatte.
  • mit fast allen Lüftungsgeräten möglich
    Fast alle Hersteller haben eine Modbus-Schnittstelle. Geräte mit Bypass sind sehr empfohlen, aber kein Muss.
  • Unsere Empfehlung: Blauberg
    Geräte von Blauberg sind gut steuerbar und preislich attraktiv.

Aussensensor mit Schutz vor Sonneneinstrahlung

  • Eigener Sensor
    Unser Sensor ist besonders robust und verdrahtungsfreundlich
  • Fremdsensoren möglich
    Fremdsensoren mit Modbus oder analog sind möglich
  • interne Sensoren Lüftungsgerät
    interne Sensoren aus Lüftungsgeräten können verwendet werden

Bedienung über ein Smartphone möglich

  • Verstellen von Werten
    Solltemperaturen und -Feuchten können verändert werden
  • manuell eingreifen
    Alle Funktionen sind manuell ein- und ausschaltbar
  • Anzeige vom Systemstatus aus der Ferne
    Feuchtegrad innen und aussen, Temperaturen, Enteisung, Klappenstand

Mit automatisierten Fenster- oder Türöffnern kombinierbar

  • Unterstützen der Lüftung
    Die Wirkung der Lüftungsanlage mit Beipass ist beschränkt. Elektrisch öffnende Fenster oder Türen unterstützen die Lüftungswirkung bei idealem Wetter.
  • Geräte ohne Beipass
    Ist kein Beipass vorhanden, wird am Lüftungsgerät nur der Zuluftventilator eingeschaltet. Die Luft entweicht über geöffnete Fenster
  • auch mit Türen
    In Läden schliessen die Türen nach einer bestimmten Zeit. Weiss man, ob und wenn ja wie schädlich Luftaustausch ist, kann man die Schliesszeit kundenfreundlich anpassen.

Wandtemperaturfühler zur Messung der Oberflächenfeuchte

  • Messung am kältesten Punkt
    im Winter meist oben an der Keller-Aussenwand, im Sommer am Boden
  • robuste Temperaturfühler
    Feuchtefühler sind empfindlich auf Verschmutzung und zu viel Feuchte. Deshalb empfehlen wir gut gekapselte, wasserdichte Temperaturfühler.
  • Ermittelt Taupunkt und Oberflächenfeuchte
    Berechnen können wir beides. Aber es ist besser, die Oberflächenfeuchte zu begrenzen als bloss den Taupunkt zu überwachen. Ist der Taupunkt unterschritten, ist im dümmsten Fall bereits Schimmel gewachsen.

Filter zur Entfernung aller Pollen, Pilzsporen und Viren einsetzbar

  • filtert Pollen
    Herkömmliche, kompakte Pollenfilter in Lüftungsanlagen filtern die meisten Pollen, vor allem die grösseren. Es gehen trotzdem Pollen durch, vor allem kleinere. Mit einem H13 HEPA-Filter werden so gut wie alle Pollen gefiltert.
  • filtert Sporen
    Herkömmliche F7-Filter lassen so gut wie alle Pilzsporen und Feinstaub durch. Mit einem H13 HEPA-Filter löst man dieses Problem.

Mit Sensor zur Überwachung des Radons kombinierbar

  • Radon ist radioaktiv und daher gesundheitsschädlich
    trotzdem will man es mit möglichst geringem Energieaufwand loswerden. Kein Absaugen auf Vorrat!

FAQ

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